Tourismusanalyse 2016 – Urlaubsfrust statt Reiselust

Wird 2015 als ein Jahr des Umbruchs und der Krisen in die Geschichtsbücher eingehen? Zweifellos haben die Konflikte in der Ukraine oder Israel, der VW-Skandal, die Flüchtlingskrise und der Terror von Paris bis Istanbul Spuren hinterlassen. Für die erfolgsverwöhnte Tourismusbranche haben hierbei besonders die Anschläge auf Touristen in Nordafrika und der Türkei negative Auswirkungen. Viele Bundesbürger sind zunehmend verunsichert und stellen die wichtigste Voraussetzung für den Urlaub überhaupt infrage: Die Sicherheit vor Ort. Insofern verwundert es nicht, dass erstmals seit der Finanzkrise die Reiseintensität der Deutschen zurückging.  

Trotz dieser negativen Entwicklungen war 2015 international betrachtet ein überaus erfolgreiches Jahr für die Tourismusbranche. Laut Welttourismusorganisation waren 1.180.000.000 Reisende unterwegs – und damit 4,4 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Besondere Zuwächse verzeichneten hierbei der amerikanische und asiatische Reisemarkt sowie die Regionen im Mittleren Osten. Auch Deutschland konnte sich über einen Zuwachs an internationalen Besuchern freuen, was die abnehmende eigene Reiseintensität mehr als kompensierte. 

Dennoch bleibt die Frage, wie es zukünftig weitergeht. Kann Deutschland seinen Titel als Reiseweltmeister zurückerobern? Werden sich Reiseströme und Urlaubsarten verändern und verschieben? Und wird das Reisen für die Mehrzahl der Bundesbürger auch in Krisenzeiten unverzichtbar bleiben?

Für die vorliegende 32. Deutsche Tourismusanalyse befragte die BAT-Stiftung für Zukunftsfragen einen repräsentativen Querschnitt der deutschen Bevölkerung – über 4.000 Personen ab 14 Jahren – in persönlichen Interviews (face-to-face) zu ihrem Reiseverhalten:

Technische Daten der 32. Deutschen Tourismusanalyse 2016

Anzahl und Repräsentanz der Befragten: 4.000 Personen ab 14 Jahren in Deutschland
Befragungszeitraum: Januar 2016
Befragungsinstitut: GfK Marktforschung/Nürnberg

Bitte beachten Sie auch unseren aktuellen Newsletter „Forschung aktuell“ zur 32. Deutschen Tourismusanalyse 2015 auf der Website der STIFTUNG FÜR ZUKUNFSTFRAGEN.