Reisedauer 2025

Tourismusanalyse 2026

5. Februar 2026

 

Die durchschnittliche Urlaubsdauer lag auch im Jahr 2025 auf Vorjahresniveau bei knapp 13 Tagen. Bei einer Betrachtung der Entwicklung über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahrzehnten wird die weitgehende Beständigkeit der Reiselänge erkennbar. Lediglich im ersten Jahr der Corona-Pandemie traten infolge der außergewöhnlichen Rahmenbedingungen Abweichungen auf. Abgesehen von dieser Ausnahmesituation erwies sich die Reisedauer über die Jahre hinweg als recht stabil.

 

Deutliche Unterschiede ergeben sich je nach gewähltem Reiseziel: Aufenthalte im Inland bleiben klar unter dem Durchschnitt, während Fernreisen mit deutlich längeren Urlaubszeiten einhergehen. Innerhalb Europas bewegt sich die Reisedauer überwiegend auf einem ähnlichen Niveau – mit zwei Ausnahmen: Die Türkei liegt fast vier Tage über dem Durchschnitt, während sie in Österreich sogar unter dem deutschen Niveau liegt.

Die Gründe für den längeren Türkei-Aufenthalt lassen sich mit den günstigen Tageskosten sowie der relativ langen Anreise erklären. In Österreich fällt die Urlaubsdauer vor allem deshalb kürzer aus, weil das Land für viele Reisende ein klassisches Nah- und Kurzreiseziel darstellt – mit geringem organisatorischem Aufwand, einer kulturellen Nähe und einer hohen Verlässlichkeit der Infrastruktur. Hinzu kommt die funktionale Nutzung des Reiseziels: Österreich wird häufig gezielt für einzelne Aktivitäten gewählt (z. B. Wandern, Wellness, Skifahren), nicht aber für längere Erholungsurlaube oder neue Eindrücke.

Reinhardt: „Insgesamt lässt sich ein klares Muster erkennen, wonach mit zunehmender räumlicher Distanz nicht nur der organisatorische Aufwand der Reise steigt, sondern auch der Wunsch nach intensiver Erholung, nachhaltigem Abstand vom Alltag und einer stärkeren Ausschöpfung des Reiseerlebnisses.“

 

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